Der Kleine Reichstag

Nördlich von Berlin, im Landkreis Oberhavel, befindet sich ein Ensemble von bemerkenswerten Gebäuden, darunter der „Kleine Reichstag“, das „Rote Rathaus“ und die „alte Moschee“.

Die Gebäude werden von der Gemeinschaft Tharpaland als Veranstaltungs- und Wohnräume genutzt, regelmäßig finden dort so genannte Retreats statt, geplante spirituelle Rückzüge aus der gewohnten Umgebung.

Die eklektizistische Anlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den Leutnant a.D. Friedrich August Richard Sommer (so erklärt sich der Name Sommerswalde) errichtet. Das Hauptgebäude, Schloss Sommerswalde, ist den Plänen des ersten, nicht realisierten Entwurfs für das Berliner Reichstagsgebäude nachempfunden.

Zu dem Anwesen gehörten auch ein Pferdestall in Form eines neugotischen Klinkerbaus, der an das Rote Rathaus in Berlin-Mitte erinnert, ein neugotisches Bedienstetenhaus und eine Orangerie in Form einer alten Moschee. In den 1920er Jahren wurden die Kuppel des Schlosses und die Dächer und das Minarett der „alten Moschee“ entfernt. 1949 bis 1989 wurde die Anlage als FDJ-Schule Alexej Meressjew genutzt.

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