Automobile in Usbekistan

Im Straßenbild usbekischer Städte sind vor allem Autos der Marken Daewoo und Chevrolet zu sehen, in den ländlichen Regionen fahren auch noch Autos aus Sowjetzeiten: Die Marken sind Lada, Wolga und Moskwitsch.

Während eines zehntägigen Aufenthalts in Usbekistan wurden kaum europäische Autos gesichtet: Gerade ein Dutzend Mercedes, insgesamt zwei BMWs und nicht ein einziges Fahrzeug aus der Volkswagen-Gruppe. Auch keine Autos französischer oder italienischer Herkunft sind unterwegs. Das Fehlen europäischer Autos in Usbekistan liegt an den sehr hohen Import-Zöllen für ausländische Autos. Die inländische Autoproduktion ist dadurch stark protegiert. 1992 vereinbarte die südkoreanische Firma Daewoo ein Joint-Venture mit dem usbekischen Unternehmen O’zAvtosanoat (UzAuto), seit 1996 werden Autos in Asaka im usbekischen Ferghanatal hergestellt.

Das mit dem Joint-Venture gegründete Unternehmen Uz-DaewooAvto stellte vier Modelle her: Den Kleinstwagen Tico (auf der Basis des Suzuki Alto), die Kompaktlimousine Nexia (im Kern ein Opel Kadett E), den Kleintransporter Damas (Suzuki Carry) und schließlich den Kleinstwagen Matiz. Letzerer wird noch bis heute gebaut, allerdings mit dem Markennamen Chevrolet.

Nachdem der internationale Autohersteller Daewoo Motors bereits 1998 von einer Investorengruppe um General Motors (GM) übernommen wurde, übernahm 2008 GM Uzbekistan das Unternehmen Uz-DaewooAvto; damit endete die Produktion von Fahrzeugen der Marke Daewoo. Heute werden in Usbekistan Fahrzeuge der Marken Chevrolet, ISUZU und MAN hergestellt – allesamt unter der Regie des staatlich kontrollierten Unternehmens UzAuto. UzAuto koordiniert auch markenübergreifend die Ersatzteilversorgung für Autos.

Bemerkenswert sind die sehr gepflegten Familienkutschen aus russischer Produktion, die seit Jahrzehnten unermüdlich weiter repariert und instand gehalten werden.

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