Im Ford Granada an den Rhein

Die Ausfahrt im Ford Granada führt an den Rhein bei Maximiliansau – etwas weiter rheinaufwärts, als er 1975 in den Ford-Werken gebaut wurde. Der 2,6 Liter V-6-Motor klingt charaktervoll heiser, angenehm anrüchig. Schon in den siebziger Jahren versprach ein großer Ford eher sinnlichen Genuss, während beispielsweise Mercedes mehr Wert auf Sicherheit und Funktionalität seiner Autos legte.

Zur Ausfahrt eingeladen hat Max: Er ist der Urenkel der Gründer des Kandeler Autohauses Bohlender, dem der Wagen gehört. Ford hatte in den achtziger Jahren eine Rücknahmeprämie beim Verkauf von Neuwagen ausgelobt, so kamen einige bemerkenswerte Fahrzeuge wie dieses zurück in den Besitz der Händler.


Die Fahrt über südpfälzische Landstraßen ist ein Hochgenuss in dem großen Coupé: Das Automatikgetriebe passt perfekt zum kräftigen Sechszylindermotor und erlaubt ein zügiges dahingleiten wie auf einem fliegenden Teppich. Die Sitze sind wohnlich – und der Klang betört…

Zur hellbeigen Wagenfarbe des Coupés passt perfekt das braune Vinyldach, das farblich die Sitzpolster zitiert. Das Vinyldach hat eine außergewöhnliche Lederstruktur und ist dank guter Pflege gut erhalten. Auf der Heckablage des Coupés stehen die originalen Kugellautsprecher, die den Sound des Radio Becker Grand Prix exzellent wiedergeben.

Die Firma Bohlender bietet neben Neufahrzeugen und Service auch den so genannten „Klassik Service“ für Old- und Youngtimer an. Neben dem gefahrenen Granada gibt es im Autohaus auch mehrere Ford Taunus, darunter der legendäre Weltkugel-Taunus und ein sehr eleganter Ford Taunus 17m im silberblau-metallic. Auch ein OSI-Ford 20 M TS ist in den Verkaufsräumen zu bestaunen.